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3 - 5 Stunden
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1 - 2 Nächte
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Vollnarkose
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Rückkehr zur Schule: 2 Wochen. Kontaktsportarten vermeiden: 3-6 Monate
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Dauerhaft

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Mikrotie bezeichnet die angeborene Kleinheit, Fehlbildung oder das vollständige Fehlen, also Anotie, der Ohrmuschel. Das Ohr besteht aus äußeren, mittleren und inneren Ohrstrukturen. Die angeborene fehlende oder unzureichende Entwicklung des äußeren Ohrs, also der Ohrmuschel, wird als „Mikrotie“ bezeichnet.
Mikrotie kann einseitig oder beidseitig auftreten. Bei den meisten Patientinnen und Patienten ist sie einseitig. Die Ursache dieser Entstehung hängt von vielen Faktoren ab. Einige Medikamente, die die Mutter während der Schwangerschaft verwendet hat, etwa Thalidomid, oder Infektionen wie Röteln können diesen Zustand verursachen. Bei den meisten Patientinnen und Patienten fehlt der äußere Gehörgang oder er ist verschlossen. Da sich Ohrmuschel und äußerer Gehörgang im Mutterleib aus denselben Strukturen entwickeln, haben Menschen mit Mikrotie in der Regel keinen äußeren Gehörgang.
Wenn der äußere Gehörgang fehlt, ist das Hörvermögen auf dieser Seite reduziert. Bei Personen ohne äußeren Gehörgang entwickeln sich die Strukturen des Mittelohrs, also Trommelfell, Mittelohrknöchelchen, Hammer, Amboss und Steigbügel, nicht. Das Fehlen dieser Strukturen verhindert ebenfalls das Hören. Abgesehen von seltenen Fällen besteht im Innenohr kein Problem.

Ziel ist es, die deformierte oder unvollständig entwickelte äußere Ohrstruktur wieder aufzubauen. Es ist nicht möglich, mit dieser Operation den äußeren Gehörgang oder das Innenohr zu operieren.
Operationen in frühem Alter lassen sich leichter mit Rippenknorpeln durchführen, die eine ausreichende Entwicklung erreicht haben. In der Regel gelten Brustkorbentwicklung und normales Ohrwachstum etwa im Alter von 8 Jahren als geeignet für diese Operation.
Die Korrektur der Mikrotie kann nicht mit einer einzigen Operation erfolgen. Je nach verwendeter chirurgischer Technik können bei Patientinnen und Patienten ohne Ohrmuschel 2, 3 oder 4 Operationssitzungen erforderlich sein.
Mikrotie-Operationen werden unter Vollnarkose durchgeführt, und zwischen den Eingriffen werden bestimmte Zeitabstände eingehalten.
Um ein natürliches Ohr zu schaffen, muss zunächst das Knorpelgerüst des Ohrs vorbereitet werden. Dafür wird Rippenknorpel verwendet. Die Entnahme von Knorpel aus der Rippe verursacht im späteren Leben keine Gesundheitsprobleme oder sichtbaren Formstörungen.
In der ersten Sitzung wird der aus den eigenen Rippen des Patienten entnommene Knorpel mithilfe verschiedener Nähte geformt und ein normales Ohrgerüst aufgebaut. Anschließend wird in der Ohrregion eine subkutane Tasche eröffnet, in die das Ohrgerüst eingesetzt wird. In dieser Sitzung kann auch das Ohrläppchen an die erforderliche Position verlegt werden.
Die zweite Operationssitzung erfolgt einige Monate nach der ersten. Ziel ist es, die Rückseite des Ohrgewebes zu formen, das am Schädel anliegt. Das in der ersten Sitzung platzierte Ohrmodell wird leicht vom Schädel gelöst, obwohl an der Vorderseite Hautgewebe vorhanden ist. Ein dünnes Hauttransplantat, also ein Hautpatch, aus der Leiste wird ebenfalls hierher transplantiert, um die Rückseite des Ohrs zu bilden.
Falls erforderlich, können in weiteren Sitzungen das Ohrläppchen geformt, seine Position angepasst, der Vorsprung vor dem Gehörgang geschaffen und die eingesunkene Ohröffnung korrigiert werden. Diese Korrekturen können je nach Patient und chirurgischer Technik auch in den ersten 2 Operationssitzungen durchgeführt werden. Es können auch drei oder vier Operationssitzungen erforderlich sein.
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